Dr. Ingrid Visser
ist eine Meeresbiologin, die ihr ganzes Leben den Schwertwalen verschrieben hat. Sie wird von vielen auch liebevoll die Orca Königin genannt. Sie hat sich in ihrem Leben einen enormen Wissensschatz angeeignet und Studien über Orcas betrieben, die in vielen renommierten Zeitschriften veröffentlicht wurden. Dazu ist sie an unzähligen Walrettungen in Neuseeland und Australien beteiligt gewesen, und hat dabei den Orca Research Trust gegründet. Die Organisation kümmert sich um Wal- und Delfinrettungen, führt Studien durch und informiert regelmäßig in Vorträgen über Orcas und deren Lebensräume, und wie man sie bewahren kann.
Meine Liebe zu Orcas hat mich damals auf Robert Marc Lehmann aufmerksam gemacht, und der wiederum mit seiner Orca-Serie auf Dr. Ingrid Visser.
Mission Orca Serie von Robert Marc Lehmann, mit Ingrid Visser
Es ist erstaunlich, was diese Frau in ihrem Leben erreicht hat, und das, obwohl sie mit viel Gegenwind zu kämpfen hat. Vor allem Delfinarien wie der Loro Parque in Spanien und Sea World International, machen ihr - und den Meeressäugern - das Leben schwer. Ingrids Arbeit und die vieler anderer Orca-Schützer haben den Delfinarien mittlerweile Summen in Millionenhöhe gekostet, weil sie die Missstände in diesen Parks aufzeigen, ihre Lügen aufdecken, und zeigen wie schlecht es Meeressäugern - vor allem Orcas - in Gefangenschaft geht. Dementsprechend versuchen die Parkbetreiber Ingrid fortwährend zu diskreditieren. Doch die weltweiten Sozialen Medien machen deren Bestreben mehr und mehr zunichte. Immer mehr Delfinarien müssen ihre Tore schließen, weil die Menschen durch Leute wie Ingrid genauer hinsehen und wahrnehmen, dass die Tiere leiden. Schwarz-weißes Gold, so werden Orcas auch betitelt, weil sie SeaWorld und Co jährlich Milliarden einbringen. Folglich wird es noch dauern, bis es keine Delfinarien mehr gibt, aber irgendwann werden unsere Kinder und Enkelkinder auf diese Zeit zurückblicken und sagen: "Wie um Himmels Willen, habt ihr diese Tierquälerei nur zulassen können?"
Eine Doku, die ich euch besonders ans Herz legen möchte, ist Blackfish. Leider ist sie momentan nur ohne deutschen Untertitel streambar und auch die DVD gibt es nur auf englisch. Aber ich würde sagen, der Trailer alleine spricht für sich. Es geht um das Orca-Männchen Tilikum, der an drei Todesfällen beteiligt war. Darunter an seiner langjährigen Trainerin, Dawn Brancheau. Bis Dato gibt es keine Meldung darüber, dass ein Orca in freier Wildbahn jemals einen Menschen angegriffen hat, in Gefangenschaft kommt es stattdessen regelmäßig zu Zwischenfällen. Grund sind Frustration, Isolation, Einsamkeit und das Eingesperrt sein auf engstem Raum. Es ist mittlerweile belegt, dass Orcas und andere Meeressäuger, wie Pottwale zum Beispiel, ebenso empfinden wie wir. Tatsächlich ist ihre Zahl an Spindelzellen, die für Empathie verantwortlich sind, höher als bei uns Menschen. Also stellt sich die Frage, was würden wir tun, wenn wir unser Leben lang in Betonbecken eingepfercht würden, nur für Kunststücke Essen bekämen und den ganzen Tag nichts zu tun hätten? Genau. Wir würden durchdrehen.
Um nochmal kurz zu den Angriffen in freier Wildbahn zurückzukommen. Die Vorfälle in der Straße von Gibraltar sind nicht als direkte Angriffe zu bewerten, auch wenn Sachschäden entstanden sind. Es bestätigt sich immer mehr die Vermutung von Wissenschaftlern und Walforschern, dass es sich bei dem "Anstupsen" der Ruder, um Spielverhalten handelt. Wenn ein 4 Tonnen schweres Tier spielen möchte, dann geht auch mal was zu Bruch. Glücklicherweise kam dabei bisher kein Mensch zu Schaden.
So, aber jetzt genug über die Missstände gesprochen. Im Archiv findet ihr unter der Rubrik Faszination Orcas, viel Schönes über das schlauste Raubtier der Meere, das auch gern mal einen Weißen Hai wegsnackt. Ich bin schon lange vernarrt in diese Tiere. Weiß man genug über sie, kann man auch gar nicht anders. Ich wünsche euch viel Spaß beim reinlesen.
Zurück zu Ingrid: Was ihr gerade gelesen habt, soll euch aufzeigen, wie wichtig Ingrids Arbeit ist. Sie kämpft für den Erhalt dieser wunderbaren Tiere, deren Lebensräume, aber auch gegen Delfinarien und anderen Einrichtungen, die große Meeressäuger gefangen halten. Leider fehlen Ingrid dafür oft die Ressourcen. Wenn ihr sie also unterstützen wollt, wäre sie euch unendlich dankbar; und wir auch. Für die Orcas
Liebe Grüße, Melanie




