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Weil auch der Kleinste eine Stimme verdient hat

Unsere Insekten

Es ist bedauerlicherweise bewiesen, dass die Population unserer heimischen Insekten in den letzten Jahrzehnten enorm zurückgegangen ist . Laut dem Umweltbundesamt sind bereits über die Hälfte der heimischen Tagfalter, Heuschrecken und Libellen bedroht, was weitreichende Folgen für Ökosysteme und auch für den Menschen hat. In den Medien sind vor allem Bienen und Hummeln sehr präsent, da sie als wichtige Bestäuber für unser Obst und Gemüse gelten.

Bestimmt hat mittlerweile jeder davon gehört - der eine mehr, der andere weniger konkret. Im Link oben könnt ihr gerne mehr darüber lesen. Hier jedoch möchten wir nicht über das Problem Insektensterben reden, sondern darüber, wie man dem entgegenwirken kann. Jeder einzelne von uns, ist dabei von großer Bedeutung, und auch wenn mancher glaubt, dass er allein nichts bewirken kann. Das ist nicht wahr.

 Insektenhotels, Naturgärten, der Verzicht auf Pestizide im Garten, Lebensraum und Nahrung bieten. Auf kleinstem Raum kann das zu großen Erfolgen führen. Wir denken da an unser Insektenhotel, das in den letzten Jahren hunderten Wildbienen einen Platz zum Brüten geboten hat. Dazu muss man allerdings sagen, dass Insektenhotels eher sinnfrei sind, wenn die Insekten in der Umgebung keine Nahrung finden. Schon ein kleines Beet mit den richtigen heimischen Pflanzen ist ein Buffet für viele Insekten. Seien es nun Sträucher, Stauden, Blumen, oder Bäume, beinahe jedes heimische Gewächs hat für unterschiedliche Insekten einen Nutzen.

Generalisten, wie die Honigbiene, tun sich bei der Nahrungssuche natürlich leichter, da sie heimische, wie nicht heimische Pflanzen jeder Art anfliegen. Unsere Wildbienen sind dagegen extrem gefordert, weil sie auf spezielle Pflanzen angewiesen sind. Die Gewöhnliche Natternkopf- Mauerbiene beispielsweise fliegt nur Natternkopfarten an. Bei uns wäre das der Gewöhnliche Natternkopf. Eine unglaublich schöne Staude, die sich wie verrückt selbst aussät und ein Staudenbeet enorm aufwertet. Diese Pflanze im Garten gesetzt - schon hat man etwas Gutes für die Insekten getan. So läuft es auch bei vielen anderen Wildbienenarten.

Im Bereich Heimische Stauden, Sträucher und Bäume, werden wir euch viele nützliche Futterpflanzen für Insekten vorstellen. Hier hingegen geben wir Tipps zum Bau von Nisthilfen, und stellen euch unterschiedliche faszinierende Insekten vor. Also viel Spaß beim Lesen und Nachbauen.


 

Unsere Wildbienen

Bienennisthilfe

Video Markus Birkhard: Wie baue ich eine Bienennisthilfe?

In dem Video vom Markus bauen sie kein direktes Hotel, sondern Bienennisthilfen mit einfachen Hartholzbrettern, die er dann überall - mal mehr, mal weniger versteckt - am Haus anbringt. Der Vorteil ist, dass nicht zu viele Wildbienen auf engstem Raum nisten, was ihren feinden die Suche nach fertigen Nistlöchern schwerer macht. Wir hatten diesbezüglich bisher kein Problem, weshalb wir das große Hotel vorerst noch stehen lassen. Wir werden im Frühjahr aber auch einzelne Bretter am Haus und an der Gartenhütte montieren. Sollte es irgendwann Plünderungen - oder andere Probleme - im großen Hotel geben, lösen wir es auf.

Hier fünf Bilder zu unserem Insektenhotel. Leider haben wir vom Bau selbst, nur ein Bild. Neben den Bienennistlöchern haben wir einen Bereich, der aussieht wie ein großes Vogelhaus. Es ist allerdings ein Hummelnistkasten, der letztes Jahr, zu unserer Freude, von Hummeln genutzt wurde. Durch ein feinmaschiges Gitter vor dem Hotel, haben Vögel keine Chance an die Bienen und Hummeln ranzukommen.

Auch noch wichtig, wir haben unsere Bohrung ins Hirnholz gemacht, bei Hartholz kein Problem, besser wäre jedoch die Löcher seitlich zu bohren. Die Länge der Nisthöhlen, sollte mindestens 10 cm betragen, weshalb das Brett dementsprechend breit sein sollte. Auch wichtig, die Löcher sollen vom Durchmesser her unterschiedlich groß sein, da es Wildbienen in allen möglichen Größen gibt. Und das Um und Auf: Unbedingt Hartholz verwenden, damit die Löcher nicht rissig werden. Schöne glatte Bohrungen sollten es sein, damit sich die Bienen nicht verletzen. So, das war's jetzt aber. Viel Spaß beim Nachbauen. :D


Bodenbrüter 

 Tatsächlich sind die von uns erbauten Insektenhotels, für nur etwa 30 % der heimischen Wildbienenarten nützlich. Die meisten Arten brüten auf dem Boden. Wir haben viele offene Stellen in den Beeten und auch im Rasen. Gewollt, da bei uns bodenbrütende Wildbienen im Frühling regelrecht eskalieren. Fleißig graben sie die Löcher für ihre Larven, sammeln Pollen und verschließen die Kinderstube anschließend. Hier ein paar Bilder zu unseren emsigen Bodenbrütern.


Hier ein Link für euch, zu den verschiedensten Bodenbrütern, und wie man sie unterstützen kann. Wir haben von Haus aus einen guten Boden, haben aber trotzdem ein kleines Sandarium gebaut. Wie ihr selbst welche gestalten könnt, seht ihr ebenfalls im verlinkten Beitrag.

Förderung von Bodenbrütern

Willi mag Bienen unglaublich gern. Deshalb hat er hier Videos für euch. Auch ein Lied zum Mitsingen für die Kleinen ist dabei. Viel Spaß.

Biene Fienchen erklärt die Wildbienen

Die versteckte Welt der Wildbienen

Summ Summ Summ, Bienchen summ herum


Die Blauschwarze Holzbiene

 Diese wunderschöne Wildbiene, möchten wir gesondert vorstellen, da sie zu unseren Lieblingen zählt. Oft größer als eine Hummel brummt sie durch unsere Gärten, und schillert dabei in der Sonne. Eigentlich aus den südlicheren Regionen Europas stammend, zählen wir sie trotzdem zu den heimischen Arten.

Die Holzbiene brütet, wie ihr Name verrät, in morschem Holz. Abgestorbene Bäume, alte Pfähle aus Hartholz, oder Totholzhecken sucht sie dabei bevorzugt auf.

Will man sie im Garten mit Nisthilfen unterstützen, muss man folgendes Beachten:

  • Sonne: Der Nistplatz muss sonnig sein, damit die Holzbienen ausreichend Wärme für ihre Brutentwicklung erhalten.
  • Trockenheit: Das Holz sollte nicht zu morsch und feucht sein.
  • Schutz: Nisthilfen sollten an einem wind- und regen-geschützten Ort angebracht werden.
  • Störung vermeiden: Lasst den Nistplatz möglichst ungestört. Die Holzbienen sind standorttreu und nutzen die Nester oft über mehrere Jahre hinweg wieder.


Aber auch bei der Holzbiene gilt: Eine Behausung, ohne Futter in der Nähe, kann noch so ansprechend sein; sie wird sie nicht nutzen.

Wichtige Futterpflanzen für die Holzbiene sind unter anderem:

  • Glockenblumen
  • Blauregen 
  • Salbei: Arten wie Muskatellersalbei und Wiesensalbei sind sehr beliebt.
  • Natternkopf
  • Platterbsen/Wicken: Arten wie die Staudenwicke und die Duftende Platterbse liefern reichlich Nektar und Pollen

Noch konkretere Informationen findet ihr hier: Nabu-Beitrag zur Blauschwarzen Holzbiene

Und natürlich gibt es auch zur Holzbiene ein tolles Portrait-Video von Markus Burkhard.

Die Blauschwarze Holzbiene

Und zuletzt noch ein paar Bilder zur Holzbiene aus unserem eigenen Garten:

Soviel zur Holzbiene, jetzt geht es weiter mit der:

Hummel

Rund und pelzig schwirrt sie durch unsere Gärten, und ist dabei nicht nur lustig anzusehen, sie ist auch unglaublich fleißig. Werfen andere Bienen das Handtuch, arbeitet die Hummel weiter. Auch bei Regen und Kälte kann man sie fliegen und Nektar sammeln sehen. Es liegt am Pelz, der sie gut vor Kälte schützt. Zudem erzeugen Hummeln durch Muskelzittern Wärme, um ihre Flugmuskeln auf die nötige Temperatur von etwa 30 Grad zu bringen.

In Österreich sind 42 Hummelarten bekannt, darunter Garten- und Ackerhummeln. Hummeln brüten in geschützten Hohlräumen, die Ober- wie auch Unterirdisch liegen können. Sehr gerne mögen sie Mäuselöcher, wobei Hummeln sogar Mäuse aus ihrem Zuhause vertreiben können. Der Schein trügt also. Man sollte sich mit einer Hummel nicht anlegen, wenn sie auf Nistplatzsuche ist. Manchmal vertreiben sie sogar Vögel aus ihren Nistkästen.

Hier könnt ihr Genaueres über die Hummel erfahren. Unsere Hummeln

Natürlich wollen wir in unserem Garten auch Hummeln ein schönes Zuhause bereiten, weshalb wir vergangenes Jahr unseren ersten richtigen Hummelkasten gebaut haben. Im folgenden findet ihr Bilder dazu. 

  • Hummekasten innen
  • Einschlupfloch
  • Füllmaterial
  • Geschlossene Kammer
  • Fertiger Kasten
  • Aktueller Platz



Auch ein Video von Markus gibt's: Wie befülle ich einen Hummelkasten?

Beim großen Bienenhotel haben wir ebenfalls einen Hummelnistplatz eingerichtet, der erfreulicherweise schon genutzt wurde. Auf unserer Streuobstwiese sind wir besonders vorsichtig beim Mähen, da wir viele Mäuselöcher haben, die von Hummeln genutzt werden. Haben wir ein Hummelnest entdeckt, wird die Stelle markiert, damit wir die Hummeln nicht stören.

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten Wildbienen zu unterstützen. Ich hoffe unsere Beiträge dazu, waren hilfreich. Wir können euch nur ans Herz legen, selbst etwas für die diese tollen Tiere zu tun. Ihr werdet eure Freude mit ihnen haben. 

Die Honigbiene

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