WSN WirSprechenNatur
Weil auch der Kleinste eine Stimme verdient hat

Galerie zu unserer 1. Igelaufzucht

Gestartet am 28. September 2025

Um unseren Findelkindern eine schöne Unterkunft zu bereiten, haben wir alte Küchenschränke umgebaut. Nachdem diese fertig waren, haben wir die drei Igelbabys, Lilly, Mimi und Tom, bei unserer Bekannten abgeholt. Die Igel hatten zu dem Zeitpunkt etwa 140 Gramm. Seither füttern und wiegen wir sie zweimal am Tag. Auch ihre Behausungen werden zweimal täglich gereinigt, weil sie so kleine Ferkelchen sind. Zum Auslegen und Nest bauen nehmen wir Zeitungspapier, da es leicht zu entsorgen und außerdem am hygienischsten ist. Wir sind froh, dass wir den dreien helfen können und hoffen, dass bis zum Frühling alles gut geht. :D



Update: Mittlerweile schreiben wir den 10. November. Die Kleinen entwickeln sich prächtig. Alle drei wiegen über 600 Gramm. Sie sind gesund und munter, und schon bald bereit für den Winterschlaf. In Kürze machen wir das Außengehege fertig, damit wir Lilly, Mimi und Tom, Ende November in den Winterschlaf schicken können. :D

19. November 2025

Heute wurden unsere Igelhäuser fertiggestellt. Ein Haus für jeden unserer Schützlinge. Ein lieber Arbeitskollege von Manuel hat dafür seine Mittagspause geopfert. Schön, wenn man so eine tolle Hilfe hat. Vielen lieben Dank :)
Zuhause haben wir die Häuser noch mit einem Eingang, einem Gang im Inneren und Luftlöchern versehen. So kann sich der Igel besser verkriechen und die Luft kann zirkulieren. Das ist wichtig, um der Feuchtigkeit entgegenzuwirken, die bei der Überwinterung im Igelhaus entstehen wird.

  • Materialzuschnitt
  • Materialzuschnitt
  • Fertiges Igelhaus
  • 1 Haus für jeden Igel
  • Feinschliff

29. November 2025

Unsere Igel dürfen nach draußen ins Wintergehege. Sie sind alle über 800 Gramm schwer und bei bester Gesundheit. Wir hoffen sehr, dass sie sich in ihrem Wintergehege wohlfühlen, und dass sie ruhig durchschlafen können. Gute Nacht ihr Schätze. :)

07.Dezember 2025

Kleines Update. Da es im Moment sehr warm ist, haben unsere Igel noch keine Lust auf Winterschlaf. Sie sind sogar so aktiv, dass uns klein Lilly beinahe ausgebrochen wäre. Man muss das Gehege also nicht nur einbruch- sondern auch zu hundert Prozent ausbruchsicher machen. Natürlich ist der Freiheitsdrang groß, doch so spät würden aufgepäppelte Jungigel keinen geeigneten Winterschlafplatz mehr finden. Daher auch der kontrollierte Winterschlaf.

Naja, nachdem wir alles um die Igelhäuser nochmal entfernt hatten, haben wir in allen Zwischenräumen Holzscheiter aufgestapelt und dann weit vorstehende Holzbretter über die Dächer gepackt. So ist den Igeln das raufkrabbeln und durchwurschteln nicht mehr möglich. Vor die Gitter haben wir vorsichtshalber noch Pflastersteine gelegt, da Igel nicht nur großartige Kletterer sind, sondern sich auch gerne aus ihrem Gehege freibuddeln. Klein Lilly war von dem Ergebnis gar nicht begeistert.

Wir freuen uns so auf den Moment, in dem wir unsere drei Schützlinge in die Freiheit entlassen dürfen. Wildtiere in einem Gehege zu sehen ist nie etwas Schönes. Aber in dem Fall ist es leider notwendig. Hoffentlich fallen klein Lilly bald die Augen zu, dann verschläft sie die Zeit, bis zu ihrer Freilassung. Drückt uns die Daumen.

  • Ausbruchschutz und zeitgleich Isolation
  • Zugemachte Zwischenräume
  • Ungedingt Holz kein Stein, da diese Kälte ziehen
  • Buddelschutz
  • Und wieder alles dicht machen
  • Fertig
  • Unsere Ausbrecherin
  • Kurz ein paar Breckis zum Gewicht halten
  • Klein Lilly, not amused


30. Dezember 2025

Mittlerweile schlafen unsere Igel alle drei. Wir kontrollieren immer mal wieder, ob genug Wasser da ist und geben ein bisschen Futter, sobald wir merken, dass einer unserer Kleinen wach ist. Kontrollieren können wir das, indem wir ein Knäuel Küchenrolle vorm Ausgang platzieren. Ist dieser weg, naja, dann musste mal jemand austreten.

Auf dem folgenden Foto sieht man, dass wir unsere Igel wieder nach drinnen in die Hütte verlagert haben. Ungeheizt hat sie Außentemperatur und ist daher bestens geeignet. Jeder Igel hat dabei sein eigenes Schlafhaus.

Umgesiedelt haben wir unsere Igel deshalb, weil Kanalarbeiten neben unserem Haus stattgefunden haben, durch die das ganze Grundstück gewackelt hat. Dann waren da noch Kahlschlagarbeiten im Gange, aufgrund des gestarteten Hochwasserschutz-Projektes. Unsere Igel waren durch den Lärm auch tagsüber die ganze Zeit putzmunter, eine Katastrophe.

Nun hoffen wir sehnlichst, dass sie bis in den Frühling durchschlafen können. Drückt uns die Daumen.

Update 13. April

Gestern durfte der erste unserer Schützlinge ins Freigehege und heute war Nummer zwei dran. Klein Lilly hatte 750 Gramm und klein Tom 780 Gramm. Ein perfektes Gewicht. Sie bleiben zur Kontrolle und zur Fütterung noch etwa drei Wochen im Gehege und dürfen dann in ihr neues Zuhause.
Jeder von den Dreien bekommt seinen ganz eigenen Naturgarten. Von dem Umzug folgen natürlich Bilder, wenn es soweit ist.🥰

Update 14. Mai

In den vergangenen Tagen, war es soweit: Unsere Igel durften in ihr neues Zuhause umziehen. Jeder von den Dreien hat einen wunderschönen Garten erhalten. Diesbezüglich waren wir natürlich sehr wählerisch. Wir möchten uns noch einmal herzlich bei den Leuten bedanken, die unsere Igel aufgenommen haben.
Tatsächlich haben wir von einer Familie Bilder von ihrer Wildtierkamera erhalten. Darauf sieht man Lilly.
Wir sind froh, dass unsere erste Igelaufzucht so wunderbar funktioniert hat, und werden uns auch im kommenden Herbst wieder um vier Jungigel kümmern, die aufgepäppelt werden müssen.
Diese werden wir von der Igelstation St. Lorenz übernehmen, die so schon aus allen Nähten platzt, und froh ist, wenn jemand gesunde Jungigel aufnimmt.
https://www.igelhilfe.info/i/?page_id=14
Solltet ihr Igel finden, die offensichtlich Hilfe brauchen, ist diese Station die perfekte erste Anlaufstelle. Gabi ist so bemüht und steht euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Aber habt bitte Geduld. Gabis Kapazitäten sind begrenzt. Immer mehr Igel geraten heutzutage in Not. Grund sind Futterknappheit, fehlende Lebensräume und das sich wandelnde Klima.
Solltet ihr Igel finden, bei denen ihr nicht sicher seid, ob sie wirklich Hilfe brauchen, beobachtete sie zuerst und ruft bei einer Igelstation an. Frühzeitiges Eingreifen, das womöglich gar nicht nötig wäre, kann einem Igel mehr schaden, als helfen.
Oft reicht es, die kleinen Stacheltierchen zu unterstützen, indem man Wasser und das richtige Futter bereitstellt, oder noch besser, indem man seinen Garten Igelfreundlichen gestaltet. Infos dazu, findet ihr hier auf unserer Homepage.
Wir wünschen euch einen schönen Feiertag. Alles Liebe, Melanie, Manuel und Novelie. Auf dass unsere drei ein schönes und langes Leben haben.

  • Letzter Tag
  • Lilly
  • Lilly
  • Lilly
  • Lilly
  • Lilly
  • Lilly
  • Mimi
  • Mimi
  • Mimi
  • Mimi
  • Lilly
  • Lilly
  • Tom
  • Tom
E-Mail
Infos