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Weil auch der Kleinste eine Stimme verdient hat

Unsere Meere

"If we save the sea, we save our planet." Ein Zitat von David Attenborough, das es nicht besser auf den Punkt bringen könnte.
Das Gewicht der Meere zum Erhalt unseres Planeten wird oft unterschätzt. Tang-Wälder, sowie andere Ökosysteme im Meer, speichern ebenso viel CO2, wie unsere Wälder an Land. Ein großer Teil des aufgenommenen Kohlenstoffs wird unter Luftabschluss im Sediment gehalten. Dies geschieht, weil die Wurzeln von Seegras und anderen Organismen den Kohlenstoff ablagern. Man zählt Kelpwälder zu den "Blue Carbon"-Ökosystemen; zusammen mit Salzmarschen, Seegraswiesen und Mangroven. Ein sehr spannendes Thema. Wer sich genauer in die Materie einlesen möchte, dem empfehlen wir die verlinkten Beiträge.  

Da der Bericht über den blauen Kohlenstoff allerdings sehr umfangreich ist, haben wir Willi gebeten, uns ein paar tolle Videos für Kinder rauszusuchen, die allgemein erklären, wie wichtig die Meere und Ozeane für uns sind.

Die Superkraft der Ozeane - logo! erklärt

Warum die Meere so wichtig sind - logo! erklärt

Woozle-Goozle: Was kann man im Meer entdecken?


Doch nicht nur die Tatsache, dass die Meere und Ozeane unser Klima regulieren und vielen Menschen lebenswichtige Ressourcen bieten, macht sie so bedeutend für uns. Das Rauschen, die Aussicht und das Bedürfnis zu wissen, was unter der Wasseroberfläche liegt, fesselt uns Menschen seit jeher. Wir sehen verträumt aufs offene Meer hinaus, atmen die salzige Luft ein und kommen zur Ruhe. Nichts entschleunigt so sehr, wie ein Blick aufs tiefe Blau; von einer Klippe, oder einem menschenleeren Strand aus.

Warum hat der Blick aufs Meer eine solche Wirkung auf uns? Für uns bedeutet das Meer, Beständigkeit. Die Welt macht einen so schnellen Wandel durch, dass man manchmal das Gefühl hat, nicht hinterherzukommen. Man hetzt von einem Ort zum anderen, um ja nichts zu verpassen; um UpToDate zu sein und dazuzugehören. Vor allem im deutschsprachigen Raum fällt diese Hektik unangenehm auf. Nicht nur in den Städten. Einkaufen zu gehen ist auch am Land eine Qual geworden. In der Angst zu kurz zu kommen, werden manche Menschen richtiggehend aggressiv. Es herrscht das Ellbogenprinzip. Gegrüßt wird nicht mehr - höchstens Geschimpft, wenn nicht sofort eine zweite Kasse öffnet. Grauenvoll.

Und dann kommt man in ein Land wie Schottland, und ZACK! die Zeit bleibt stehen. Liegt es am Meer? Verändert es die Menschen? Wir glauben, ja. Nicht alle, natürlich. Manche Leute sind so festgefahren in ihrem hektischen Treiben, dass sie nicht einmal im Urlaub Ruhe finden. Um fünf Uhr früh aufstehen und mit Handtüchern die Liegen reservieren. Dann ab zum Buffet, um ja der Erste zu sein, weil man sonst womöglich kein Spiegelei mehr bekommt. Halleluja!

Das Meer erreicht nicht alle Menschen. Die Menschen, die damit aufgewachsen sind, tragen es im Herzen, und das spürt man. Auch erreicht es jene, die sich von dem Fluch, der sich Fortschritt nennt, lösen wollen. Man kann es an ihren Blicken sehen, wenn sie aufs Meer hinausschauen. Als wäre für sie die Zeit stehen geblieben. Und so ist es auch für uns.   

Auch wenn wir mittlerweile wissen, wie viel in unseren Ozeanen und Meeren im argen liegt, blicken wir mit Zuversicht auf das tiefe Blau. Mit dem Meer hat alles angefangen; ohne es wird alles enden. Viele Menschen haben das begriffen und tun, was sie können, um es zu bewahren. Tatsächlich können sich die Ozeane schneller regenerieren, als angenommen. Sie brauchen nur Ruhe, um sich zu erholen. Jeder kann einen Teil zu ihrer Heilung beitragen. Sich ihrer Wichtigkeit bewusst zu werden, ist dafür der erste und bedeutendste Schritt.

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